Penthesilea von Heinrich von Kleist
Eine Lesung aus dem Drama kombiniert mit einer Recherche von Oswald Burger über Heinrich von Kleist letzte Stunden vor seinem Selbstmord 1811 am kleinen Wannsee in Berlin.
„Zärtlichen Herzen gefühlvoll geweiht! Mit Hunden zerreißt sie, welchen sie liebet, und isst, Haut dann und Haare, ihn auf.“
Heinrich von Kleist war ein Außenseiter im literarischen Leben seiner Zeit; er stand jenseits der Lager von Romantik und Weimarer Klassik. Insbesondere sein Trauerspiel „Penthesilea“ galt als unaufführbar.
„Barbara Stoll rezitiert Kleists stärkstes, faszinierendstes Drama über die obsessiv-verliebte Amazonenkönigin Penthesilea als Monolog – Sie schlüpft in die verschiedenen Rollen, ist anfangs Odysseus, wird zu Achill, dann zu Penthesilea, zur Priesterin oder auch zu Meroe am Schluss. Die Veränderungen sind minimal, intentional,vereinigen sich doch alle Stimmen in der des Dichters Heinrich von Kleist.“