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Isolde Kurz „Ein Splitter im Paradies“

26. Juni | 18:00

Barbara Stoll mit Frank Ackermann, Biograph und Frank Eisele, Akkordeon

Isolde Kurz

Isolde Kurz (21.12.1853 – 5.4.1944)
Ende 1853 geboren, zeitlich genau zwischen den Leitfiguren der deutschen und der englischen Frauenbewegung – Helene Lange (1848-1930) und Emmeline Pankhurst (1858-1928). Den Kämpfen der Frauenbewegung stand Isolde Kurz allerdings zeitlebens fern, obwohl sie immer gegen ihre Benachteiligung als Frau rebellierte und anschrieb und selbst ein bewußt emanzipiertes, unabhängiges Leben führte. Wenn sie schrieb, spürte sie Inspiration von einem “Genius”, und diesen Genius erlebte sie als eifersüchtigen Gefährten, der sich nicht mit dem Eros vertrug (und wohl noch weniger mit der Ehe). Außerdem fand sie, die sich am Schönheitsideal der klassischen Antike orientierte, die Männer ihrer Zeit einfach nicht schön genug.

Isolde Kurz

Ihre literarische Karriere begann Anfang der 1890er Jahre mit dem großen Erfolg der Florentiner Novellen und Italienischen Erzählungen. Es folgten weitere Erzählungsbände, Biographisches, ein Reisebericht und schließlich das berüchtigte Gedicht “Schwert aus der Scheide”, geschrieben aus der Kriegsbegeisterung von 1914. Diese Entgleisung wurde, wie auch “Die deutsche Mutter” von 1916 (eine Auftragsarbeit für den Bund deutscher Frauenvereine), im zweiten Weltkrieg von den Nazis wieder hervorgeholt und propagiert. Isolde Kurz war da hoch in den Achtzigern.

Städtisches Lapidarium
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